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Richtiges Ernten und Trocknen von Kräutern

Nach jahrelanger Erfahrung mit einigen Misserfolgen, gebe ich die wichtigsten Grundregeln weiter.

1.  Schneiden sie die Kräuter erst nach mind. 3 sonnigen Tagen, nie nach Regen oder Gewitter. Am Schönsten bleiben sie wenn es vorher wochenlang nichtgeregnet hat. So bleiben sie grün und behalten ihr volles Aroma.

2. Auch nicht am Tag vor der Ernte gießen.

3. Schneiden sie die Kräuter, wenn sie am Schönsten stehen und noch nicht blühen. Z. B. Lavendel wird am Besten geerntet, wenn er noch nicht ganz aufgeblüht ist.

4. Um die Mittagszeit haben alle Pflanzen ihr größtes Aroma, möglichst um diese Zeit schneiden.

5, Schneiden sie nur soviel in der Höhe ab, wie die Pflanze verwendbar ist, also  nicht  direkt über dem Boden abschneiden, sondern dort beginnen, wo die Blätter verwendbar sind. Aus den Blattachsen der stehen gelassenen  Pflanze entwickeln sich neue Seitentriebe, die dann wieder geerntet werden können.

6. Nach der Ente den Pflanzen wieder Nahrung geben, zum Beispiel Kompost. So können sie mehrmals im Jahr  kräftige schöne  Kräuter ernten.

7. Wenn genügend Zeit ist, die Kräuter mit der Gartenschere in einen Erntekorb klein schneiden, nur weiche Stiele verwenden, an harten Stielen die Blätter abzupfen. Getrocknet werden die Kräuter auf Kartonsteigen, die in jedem Supermarkt kostenlos zu bekommen sind. Sie lassen sich gut aufeinander stecken  und sind ideal dafür geeignet. Legen sie noch einige Lagen Zeitungspapier so hinein, dass es wie bei einem Obstkuchenboden an der Seite etwas hochgeht. Darauf  die Kräuter geben. Tägliches Umwenden verkürzt den Trockenvorgang.

8. Wenn an einem Tag viel geerntet werden soll, die Kräuter in nicht zu dicke Sträuße bündeln und mit Gummis zusammen binden Wenn sie statt des Gummis einen Faden verwenden, fallen die Kräuter beim Trocknen heraus. Biegen sie eine Büroklammer auseinander für einen Haken, den sie im Gummi einhängen. Die Kräutersträuße werden jetzt aufgehängt, entweder an einem Regal, oder an einer  aufgespannten Schnur.

9. Trocknen sie die  Kräuter immer im Schatten. In der Sonne verlieren sie Farbe und Geschmack  Im Freien bei trockenem Wetter, z. B. unter dem Balkon, bei Regenwetter im Keller oder auf dem Speicher trocknen. Wenn sie die Kräuter in der Wohnung trocknen, duftet es wunderbar.

10. Kräuter mit möglichst gleichlangen Trocknungszeiten zusammengeben. Feine Kräuter mit dünnen Blättern z. B. Melisse, Rosenblätter trocknen schneller als Kräuter, die etwas haarig sind z. B. Pfefferminz, Duftgeranien, Ringelblumen.

11. Manche Kräuter fallen während des Trocknens ab z. B. Lavendelblüten. Deshalb diese Sträuße  mit einer Wäschekammer in eine Papiertüte klammern, oder gleich die Blüten liegend trocknen. Lavendel braucht lange.

12. Die Kräuter sind dann trocken, wenn sie knistern, achten sie aber auch auf die Stiele, die länger brauchen.

13. Zur Aufbewahrung von getrockneten Kräutern sind Dosen aus Blech am Besten geeignet. Auch alte Kochtöpfe, oder große Einkochtöpfe bewahren das Arome gut. In Papiertüten verlieren sie etwas Aroma, Gläser nur für kurze Zeit verwenden, da Licht den Kräutern schadet. Nicht geeignet sind Plastikdosen. Dort werden sie wieder weich und  beginnen zu schimmeln.

14. Sortieren sie die Kräutern nach Mischungen für bestimmte Zwecke.

   Z. B. Erkältungskräuter, Bitterkräuter für Galle und Magen, leichter Tee für den täglichen Bedarf.

 

Sie werden merken, dass selbstgeerntete und richtig getrocknete Kräuter viel besser schmecken, als jeder gekaufte Tee.